20.05.2012 | A A A
Servus Nachbar
Schubertstraße 6
2483 Weigelsdorf
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Geschäftsführer DI Hasenauer (links) und Bgm. Reinfrank (rechts)
Trumau

Dietrich Reinfrank nach Otto Pendl Obmann des Gemeindeabwasserverbandes Trumau-Schönau

Trumau.- Nach 15 Jahren an der Spitze des Gemeindeabwasserverbandes Trumau-Schönau legte NR Bgm. Otto Pendl zum Jahresanfang seine Funktion als Obmann zurück. Als "junger Sechziger" will er in Hinkunft kürzer treten (alle, die ihn kennen, glauben allerdings nicht daran, Anm.d.Red.). Bei der Verbandsversammlung am 12. Jänner wurde Dietrich Reinfrank, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Tattendorf (der schon seit 2005 dem Vorstand angehört) ohne eine Gegenstimme zum neuen Obmann gewählt. Bgm. Brigitte Lasinger (Schönau) bleibt Obmannstellvertreter.
Reinfrank ist Bürgermeister einer Gemeinde, die zu einem guten Teil im Natura 2000-Gebiet liegt und außerdem auf Grund seiner Initiative etwa 4000 Quadratmeter zum Naturdenkmal erklären ließ. "Der sorgfältige Umgang mit der Natur ist mir ein großes Anliegen. Auch als Lehrer versuche ich, der Jugend die wechselseitige Wirkung von Wirtschaft und Umwelt näherzubringen."
Über seine Pläne befragt, stellte er seinem Vorgänger NR Pendl ein großes Lob aus und meinte, er wolle dessen zukunftsorientierte Politik fortsetzen, die in den nächsten beiden Jahrzehnten keine gravierenden Änderungen oder Vergrößerungen der Anlage erwarten lassen, wenn nicht unvorhersehbare Entwicklungen eintreten.
Auf die in den letzten Monaten aufkeimende Kritik an der Geschäftsführung des Verbandes angesprochen (vor allem auf die Kapitalausschüttung im Vorfeld der letzten Gemeinderatswahl), erklärte er "Servus Nachbar", er sehe den Verbandsobmann zwar durchaus als eine politische, keineswegs aber als eine parteipolitische Funktion.
"Ich lade alle Personen aus den Verbandsgemeinden gerne ein, mit mir über die vorgebrachten Anschuldigungen zu sprechen. Von Angriffen oder Repliken über Medien halte ich aber wenig."
Der Abwasserverband Trumau-Schönau wurde 1973 beschlossen, die baulichen Tätigkeiten ab 1983 begonnen, die Anlage seither mehrfach erweitert, ausgebaut und modernisiert. Das Kanalnetz ist über 100 Kilometer lang, die Abwässer von fast 20.000 Personen werden geklärt. Der Verband beschäftigt acht Arbeitnehmer und hat ein Budget von ca. 3,7 Millionen Euro. Seine Mitgliedsgemeinden sind Blumau-Neurißhof, Günselsdorf, Oberwaltersdorf, Schönau, Tattendorf, Teesdorf und Trumau.